Rote Karte brach dem FCS das Genick

Bitteres Aus im Schweizer Cup. Nach einer tollen zweiten Halbzeit brachte eine rote Karte gegen den FCS die Wende.

Die Startminuten waren geprägt von einem vorsichtigen Abtasten. Die Gastgeber fanden schneller ins Spiel und drängten den FCS weit zurück. Gefährlich wurde es in der 15. Minute als der Ex-Schaffhauser Pollero das Tor knapp verfehlte. In der 23. Minute gelang Mihajilovic nach einer Freistossflanke das 1 zu 0 für die ACB per Kopf.  In der Folge gestaltet sich das Spielgeschehen ausgeglichener, die nächste Torchance hatten aber wiederum ein Tessiner. Sambas Schuss aus 16 Meter flog einen Meter über die Latte, und nur wenig später musste der für Enzler spielende De Nitti klärend eingreifen. Vor der Pause dann endlich auch die erste gefährliche Aktion für den FCS durch einen Freistoss von Gonzalez aus 30 Meter Entfernung. Auch der anschliessende Eckball sorgte für Unruhe vor Iacobucci, leider ohne Torerfolg. 

Nach der Pause ersetzte Marleku Derdiyok. Positiv aufgefallen beim FCS ist Neuzuzug Manzambi, welcher omnipräsent Akzente setzte. So auch in der 53. Minute, als er im 16er nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Penalty verwertete Bunjaku sicher zum 1 zu 1. Es war in dieser Phase erkennbar, dass sich die Schaffhauser in der Pause einiges vorgenommen hatten. Gleich zweimal wurde es wieder gefährlich, beide male aber wurde ein Offsides geahndet. Der FCS drückte und gefiel: in der 71. Minute beinahe der Führungstreffer durch Navarro, nur eine Glanzparade des Tessiner Keeper verhinderte dies.

Knapp vor Ende der regulären Spielzeit sah Agustin Gonzalez nach einem Foul seine zweite gelbe Karte. Nach einer phasenweise sehr guten zweiten Hälfte startete der FCS nun in Unterzahl in die Verlängerung. Dies war dann leider deutlich spürbar. Der FCS musste sich auf das Verteidigen konzentrieren und hatte nur noch wenig Offensivmöglichkeiten. In der 103. Minute gelang der AC Bellinzona mit einem herrlichen Distanzschuss von Pugliese das 2 zu 1. Der KO-Schlag folgte dann in der 116. Minute als Joker Dieye allein vor De Nitti den dritten Treffer für die ACB erzielte. In der 120. Minute sah dann auch noch Rhyner gelb-rot und musste ebenfalls vom Platz.

Telegramm: AC Bellinzona – FC Schaffhausen 3:1

Stadio Comunale. – 400 Zuschauer. – SR Odiet. – Tore: 23. Mihajilovic 1-0, 53. Bunjaku (Penalty) 1-1, 103. Pugliese 2-1, 116. Dieye 3-1.

FCS: De Nitti, Rhyner, Kamber, Gonzalez, Derdiyok (46. Marleku), Bunjaku (80. De Donno), Navarro (87. Vogt), Lika, Manzambi (113. Morina), Krasniqi, Stroscio (106. Mbengi).

ACB: Iacobucci, Lamy, Rodrigues, Schetino (61. Alounga), Zimmermann, Samba (61. Centinaro), Seiler (80. Chacon), Sauter, Vishi (80. Pugliese), Mihajilovic, Pollero (106. Dieye).

Bemerkungen: Schaffhausen ohne Hasani (gesperrt), Martin und Lurvink (verletzt), Balaj, Barbosa. Nicht eingesetzt beim FCS: Enzler, Hysenai, Rüeger und Rrustemi. Bellinzona mit den Verstärkungen Lamy (PSG Nachwuchs), Sauter und Seiler (FCZ), Vishi und Rodrigues (Yverdon).

Verwarnungen ACB: 16. Lamy (Foul), 42. Schettino (Foul), 67. Zimmermann (Foul), 85. Pollero (Foul), 86. Chacon (Foul), 116. Dieye (Ballwegschlagen).

Verwarnungen FCS: 44. Kamber (reklamieren), 69 und 90. Gonzalez (Foul), 112. und 120. Rhyner (Foul),

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