In Erinnerung an Christian Winiger

Christian Winiger ist im Alter von 80 Jahren verschieden. Der rechte Flügel mit FCZ-Vergangenheit spielte ab 1975 zwei Saisons für den FC Schaffhausen.

Auf unserem Bild von 1976 ist Winiger in der vorderen Reihe, der zweite von links.

Mit dem Hinschied von Christian Winiger am 27. Juli ist eine Persönlichkeit aus dem Schweizer Fussballleben heimgegangen, die das Spiel ihrer Zeit mitgeprägt hat. «Chrigel», wie er von vielen genannt wurde, gehörte jener Generation an, für die der Fussball vor allem Freude, Verantwortung und Verlässlichkeit bedeutete.

Sieg gegen Pelé

Christian Winiger wurde am 25. Januar 1945 in Zürich geboren und begann seine fussballerische Laufbahn beim SV Wiedikon. Von dort führte ihn sein Weg 1964 zum FC Zürich, wo er unter Trainer Edi Nägeli als rechter Flügel während der 1960er-Jahre seine grössten Erfolge feierte. Er wurde zweimal Schweizer Meister, zweimal Cupsieger und stand auf dem Platz, als der FCZ das legendäre 5:4 gegen Pelés FC Santos errang – die einzige Niederlage der Brasilianer auf ihrer Europatournee. Winiger spielte zwischenzeitlich eine Saison lang für den FC Winterthur, ehe er nochmals zum FC Zürich zurückkehrte und weitere drei Spielzeiten anhängte. 1970 wechselte Winiger zum BSC Young Boys, schloss sich ein Jahr später dem Grasshopper Club an und stiess im November 1973 zum FC St. Gallen. Insgesamt erzielte er 62 Tore in der Nationalliga A. Im September 1968 trug er im Wankdorf beim Freundschaftsspiel gegen Österreich erstmals das Trikot der Schweizer Nationalmannschaft. Es blieb jedoch sein einziger Länderspieleinsatz.

Routinier in Schaffhausen

Beruflich als Bauführer tätig, entschied sich Christian Winiger 1974, dem Spitzensport den Rücken zu kehren, ohne jedoch ganz vom Fussball Abschied zu nehmen. So kam es, dass er im Sommer 1975 vom FC Schaffhausen verpflichtet wurde, der damals in der 1. Liga spielte. Für den Stadtclub bestritt er in zwei Saisons insgesamt 38 Meisterschafts- und zwei Cupspiele, erzielte sieben Tore und brachte seine Erfahrung dort ein, wo sie dringend gebraucht wurde. In der Saison 1975/76 spielte der FCS in der Gruppe 4, ein Jahr später in der Gruppe 3, beide Male resultierte der fünfte Schlussrang. Sportlich blieb man im Mittelfeld, doch Winigers Verpflichtung war ein klares Zeichen: Man suchte Stabilität, Routine und einen Spieler mit Übersicht.

Christian Winiger ist nun heimgegangen. Die Fussballwelt erinnert sich an einen pflichtbewussten und zuverlässigen Spieler, der dem Sport stets mit Ernsthaftigkeit begegnete. Sein Weg durch die höchsten Ligen der Schweiz, sein Engagement auf und neben dem Platz und seine Verbundenheit zum Spiel bleiben in Erinnerung. Unser Mitgefühl und die herzlichsten Kondolenzwünsche gelten seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden.

Autor: FC Schaffhausen, Ronny Bien, Chronik & Geschichte

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