Ein Wiedersehen nach über 10 Jahren

Samstag, 07.11.2020 | 15:11 Uhr

Noch einmal 90 Minuten, bis das erste Meisterschaftsquartal abgeschlossen ist. Zu Gast ist erstmals seit über 10 Jahren Absteiger FC Thun, der nach einem schwachen Start langsam in die Spur kommt.

Zwei Coronafälle beim FCS

In diesen Augenblicken erreicht uns die Meldung, dass zwei FCS-Akteure positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Beide Spieler befinden sich bereits in Isolation. Nach Absprache mit den Behörden sind seitens des FC Schaffhausen keine weiteren Vorkehrungen notwendig. Weil das Schutzkonzept strikt umgesetzt worden ist, müssen sich sowohl die Teammitglieder, wie auch der Staff nicht in vorsorgliche Quarantäne begeben. Somit kann die Partie zwischen dem FCS und dem FC Thun von morgen Sonntag - Stand jetzt -  durchgeführt werden.

Thun nach herzigem Start immer kompakter

Gross war die Enttäuschung im Berner Oberland, als der FC Thun im Abstiegsplayoff trotz des 4:3-Sieges den letzten verbliebenen Platz an den FC Vaduz abgeben musste, der bereits mit dem 2:0-Sieg im Hinspiel für die Vorentscheidung sorgte. Nach 10 Jahren also findet sich der sympathische Farbtupfer wieder in der zweithöchsten Spielklasse wieder. Nach einem kompletten Umbruch mit 13 Abgängen sowie der Rücktritte des Trainers Marc Schneider und des Präsidenten Markus Lüthi, musste sich der FC Thun erst wieder neu orientieren. Mit Carlos Bernegger scheint Sportchef und designierter Vize-Präsident Andres Gerber den idealen Coach für die neue Mannschaft gefunden zu haben, nachdem der Start alles andere als glücklich verlief. War vor allem die Abwehr anfällig, wurde diese unter der neuen sportlichen Leitung konstanter. Zwar liefern die Berner Oberländer kein Spektakel, erweisen sich aber als effizient, was ihnen zuletzt in Kriens und bei GC Punkte bescherte. Der FCS wird am Sonntag auf eine kompakte Defensive stossen und vor allem mit Intelligenz agieren müssen, will zum Abschluss des ersten Viertels ein Vollerfolg her.

37 Duelle seit 1946

37 Begegnungen zwischen dem FCS und Thun sind zwischen dem 27. Oktober 1946 und heute absolviert worden. In der erst zweiten Nationalliga B-Saison Schaffhausens empfingen sie auf dem Emmersberg erstmals die Berner Oberländer, die auf die Spielzeit 1946/47 aufstiegen. Beide Teams galten in dieser Zeit als sogenannte Liftmannschaften, pendelten immer wieder zwischen NLB und 1. Liga. Am 08. Juli 1951 standen sich die beiden in Thun beim alles entscheidenden Playoff gegenüber, welches der FCS mit 4:1 für sich entschied. Bemerkenswert war am 16. September 1962 der 9:1-Kantersieg der Gelb-Schwarzen. Gemäss dem SN-Matchbericht schien Spielertrainer Zaro ein Experiment gewagt zu haben, als er acht Spieler einsetzte, die unter 23 Jahre alt waren und komplett unter die Räder gerieten. Der FCS hatte übrigens sechs Nachwuchsakteure aufs Feld geschickt…

Erstes Aufeinandertreffen seit 10 Jahren

Nun kommt es nach über 10 Jahren zum Wiedersehen zwischen Schaffhausen und Thun. Für Trainer Murat Yakin eine spezielle Situation, führte er damals nicht nur Regie bei den Bernern, sondern ermöglichte den Aufstieg in die Super League, wo Thun bis im Sommer verweilte. Für Miguel Castroman und Magnus Breitenmoser ist es eine Rückkehr, wobei Castroman aufgrund eines Kreuzbandrisses noch länger ausfällt. Der FCS kann dafür beinahe wieder aus dem Vollen schöpfen, haben sich die meisten Abwesenden vom Dienstag wieder erholen können.

Die Neuauflage dieser Affiche kann leider nicht im Stadion, dafür via Livestream mitverfolgt werden. Ca. 10 Minuten vor Anpfiff wird die Übertragung auf www.fcschaffhausen.ch/livestream aufgeschaltet.

#füürenand mit #füürundflamme #füürdäFCS #hoppschaffhuuse

Spielinfos, Spieltag & Anspielzeit

Begegnung: FC Schaffhausen – FC Thun
Spieldatum: Sonntag, 08.11.2020
Türöffnung Stadion: Die Partie findet unter Ausschluss des Publikums statt
Anpfiff: 14:45 Uhr
Live: Schaffhauser Nachrichten (Liveticker) / Radio Munot (Liveeinschaltungen)
Livestream: wird kurz vor Anpfiff auf www.fcschaffhausen.ch/livestream aufgeschaltet
(voraussichtlich) abwesend: Paulinho, Álvarez
Schiedsrichter:
Luca Cibelli / Devis Dettamanti / Susanne Küng / Michèle Schmölzer
Aktuelles Video: Video mit Danilo Del Toro und Amir Saipi
SFL Vorschau: Die Vorschau der Swiss Football League

Bilanz FC Schaffhausen – FC Thun


37 Pflichtspiele (35 Meisterschaft / 1 Schweizer Cup / 1 Aufstiegs-Playoff)
11 Siege FCS (6 home / 4 away + 1 Playoff away)
15 Siege FC Thun (14 home / 10 away + 1 Cup home))
11 Unentschieden (5 home / 6 away)
Torverhältnis: 68:75

- 1. Begegnung: Saison 1946/47 Nationalliga B
27.10.1946 FC Schaffhausen – FC Thun 3:1
- 1. Niederlage: Saison 1953/54 – FC Schaffhausen - FC Thun 0:3
- höchster Sieg: Saison 1962/63 - So, 16.09.1962 – FC Schaffhausen – FC Thun 9:1
- letzte Begegnung: Saison 2009/10 - Do, 01.04.2010 – FC Schaffhausen - FC Thun 2:1

Kaderinfos FC Schaffhausen


Paulinho:  Das Schwellungswasser in Paulinhos Knie hat sich wieder zurückgebildet. Die Ergebnisse der MRI-Untersuchung stehen weiterhin noch aus, um die Ursache herauszufinden. Paulinho macht derzeit ein leichtes Aufbautraining.

André Luis Neitzke: Steht nach seinen drei Spielsperren dem Team wieder zur Verfügung.

Uran Bislimi: Hat sich von seiner Aussenbandzerrung auskuriert und steht der Mannschaft wieder zur Verfügung.

David Da Costa: Hatte eine Verhärtung im vorderen Oberschenkel verspürt. Er sollte dem Team allerdings wieder zur Verfügung stehen.

Ivan Prtajin: Hat seine Verletzung im Kniekehlenbereich auskuriert und steht dem Team am Sonntag gegen Thun wieder zur Verfügung.

Fran Álvarez: Er scheint der Pechvogel des Teams zu sein. Hatte eine Einblutung im Oberschenkel, was erneut einen Einsatz verhindert.

Bujar Lika: Hatte erneut Probleme mit seinem Nacken, die jedoch gegen Thun wieder behoben sein sollten.

Franck Djoulou: Verspürte im Schultergürtel muskuläre Probleme. Doch er sollte gegen Thun zur Verfügung stehen.



Bild: Vor über 10 Jahren kam es zum letzten Aufeinandertreffen zwischen dem FCS und Thun. Hier Thomas Weller, der das entscheidende 2:1 schoss, im Zweikampf mit Benjamin Lüthi.

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