Keine Tore im Test gegen Lustenau

Freitag, 09.10.2020 | 22:10 Uhr

Keine Tore im Test gegen Lustenau

Der FC Schaffhausen hat die Natipause genutzt um der Einladung des SC Austria Lustenau Folge zu leisten. Das Gastspiel ennet der österreichischen Grenze blieb allerdings torlos.

Erstmals seit dem 01. Juli 2012 und dem damaligen 1:0-Finalsieg im Sparkassencup in Hilzingen kam es am Freitagnachmittag zu einem erneuten Aufeinandertreffen zwischen dem FCS und Austria Lustenau. Weil im Planet Pure-Stadion der Rasen präpariert wird, wichen die Hausherren auf das Trainingsgelände aus, welches hinter dem Stadion direkt neben dem Rhein liegt. Speziell ist, dass ein kleiner Hügel und eine vereinsamte Zugschiene als Grenze dazu dienen scheint, was bestimmt nicht nur Groundhopper aufruft, diese Besonderheit zu begutachten.

Die Partie selbst blieb vor einem Spektakel verschont. Sie war intensiv, geprägt von harten Zweikämpfen, aber dafür mit wenigen Torszenen, weil sich die beiden Teams taktisch gut aufeinander einstellten. Der FCS besass augenscheinlich etwas mehr Vorteile und blieb vor allem während der Schlussphase konstant am Drücker. Doch weder Veljko Vukasinovic, noch Rodrigo Pollero wollte der entscheidende Treffer gelingen. Auch Ivan Prtajin, der kurz vor der Pause nach einem Einwurf des erstmals eingesetzten Fran Álvarez zu einem Schlenzer ansetzte, sah sein Kunstschuss knapp am rechten Torpfosten vorbeisegeln. Der spanische Aussenverteidiger brauchte nach seiner Oberschenkelverletzung viel Geduld, ehe er erstmals das gelbe Trikot überstreifen durfte. Álvarez fiel durch seine Kompromisslosigkeit auf, grätschte und tackelte alles, was ihm in die Quere kam. Für Trainer Murat Yakin eine willkommene Option für die defensiven Aussenposten, sofern der Oberschenkel des 24-Jährigen intakt bleibt, hat er seit dem Muskelfaserriss beim Trainingsauftakt im Sommer immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen.

Ein weiterer Name, der unscheinbar erscheint, aber dennoch für Aufmerksamkeit gesorgt hat, war derjenige von Axel Müller. Dieser löste bei seinem ehemaligen Verein Cerro Largo FC, der im uruguayischen Melo beheimatet ist, kurzerhand den Vertrag auf, worauf der Club vermeldete, dass Müller direkt vom FCS verpflichtet worden wäre. Zu diesem Zeitpunkt wusste jedoch in der Munotstadt noch niemand davon. Ein paar Tage nach dieser Schlagzeile tauchte der 24-Jährige tatsächlich in Schaffhausen auf und trainiert seither mit der Mannschaft mit. Müller wird nun von der sportlichen Leitung beobachtet, die eine mögliche Verpflichtung prüfen wird. Bei seinem ersten 45minütigen Testdebüt konnte der Deutsch-Uruguayer erstmals Eigenwerbung machen und ist polyvalent einsetzbar und ist offensiv, wie auch defensiv veranlagt.

Auch auf Seiten der Austria gab es ein Wiedersehen eines bekannten Gesichts. Einst vor einer grossen Karriere stehend, lief mit der Nummer 25 ein gewisser Haris Tabakovic auf, der bei YB gross wurde und nach einem Gastspiel beim FC Wil 1900 beim Grasshopper Club Zürich auf Torejagd ging. Zuletzt war der ehemalige U21-Natistürmer bei Debreceni VSC und Diósgyőri VTK in Ungarn stationiert. Seit knapp einem Monat stürmt der gebürtige Grenchner für Lustenau in der 1. Österreichischen Bundesliga. Insgesamt waren die Grün-Weissen offensiv auch nur wenige Male in Erscheinung getreten. Tabakovic gelang im ersten Drittel der Partie ein Abschluss, der für Davide Da Costa locker zu behändigen war. Gefährlicher wurde es im zweiten Durchgang, als Pius Grabher nur knapp das Gehäuse verfehlte. Wie bei Austria Lustenau hat auch Murat Yakin sämtliche einsetzbaren Akteure spielen lassen. 


Telegramm

SC Austria Lustenau – FC Schaffhausen 0:0
Nebenplatz Planet Pure Stadion – ohne Zuschauer – SR: Matthias Gächter.
Tore: Fehlanzeige
Lustenau 1. HZ: Eres; Bösch, Marceta, Maak, Berger; Tiefenbach, Grabher, Steinwender; Anoff, Wallace; Tabakovic.
Lustenau 2. HZ: Eres; Gmeiner (58. Anoff), Cissokho, Feyrer, Lageder; Freitag, Baiye; Osmani, Grabher, Ranacher; Bertaccini.
Schaffhausen 1.HZ: Da Costa; Padula, S. Müller, Bunjaku, Álvarez; Bajrami, Kastrati, Sessolo, R. Rodriguez; Prtajin, Djoulou.
Schaffhausen 2. HZ: Heim; Aydeniz, S. Müller, Padula (65. Tanzillo), A. Müller; Del Toro, Katrati (60. Furrer), Bislimi, F. Rodriguez; Prtajin (65. Vukasinovic), Djoulou (60. Pollero).
Bemerkungen: Schaffhausen ohne Talic (krank), Mujcic, Neitzke. Krasniqi, Mozzone, Sarr, Lika, Deronjic, Paulinho (alle verletzt), Saipi (U21-Nati) und Barry (nicht im Aufgebot). FCS mit den Testspielern Berkan Aydeniz und Axel Müller. – 58.  Fabian Gmeiner angeschlagen ausgeschieden.

Keine Tore im Test gegen Lustenau

Telegramm

SC Austria Lustenau
FC Schaffhausen
Friday, 09.10.2020 | 14:30 Uhr
Planet Pure Stadion, Lustenau

Resultat: 0:0 (0:0)

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