Alle Infos zum Heimspiel gegen den FC Vaduz

Freitag, 22.11.2019 | 13:11 Uhr

Wackelt der Torrekord?

Bühne frei für die letzten 4 Partien vor der Winterpause. Den Anfang machen die Fürsten aus dem Liechtenstein. Wil, Aarau und SLO heissen die drei weiteren Gegner. 

Es war nicht immer eine Liebesbeziehung zwischen dem FC Vaduz und den Munotstädtern. Dies unterstreichen mehrere Interviewaufzeichnungen, wie auch diese vom 28. März 1982, als Spielertrainer Peter Blusch im Vorfeld ankündigte, dass in diesem besagten Duell mindestens 5-6 FCS-Akteure verletzt den Heimweg antreten würden. «Wenn man sich nicht eine gewisse Härte aneignet, hat man für den Aufstieg in die höhere Spielklasse nichts zu sagen», rechtfertigte sich Blusch. Auch Hanspeter Macher erinnerte sich 6 Jahre später daran und erzählte den SN: «Die Auseinandersetzungen gegen die Liechtensteiner waren immer eine Riesenhackerei.» In der Tat ging es in diesem Direktduell so ziemlich zur Sache. Zuerst säbelte bei Spielbeginn FCS-Libero Gianlivio Buratti straffrei vor der Strafraumgrenze Heimo Haas um und auch FCV-Spielertrainer Blusch langte ordentlich zu. Und es war auch der ehemalige Kaiserslautern-Akteur, der sich kurz vor Ende dazu hinreissen liess, das sichere 1:0 für Schaffhausen mit den Händen abzufangen. Schiri Silvio Papa zückte dafür nicht mal eine Karte gegen Blusch. Doch Buratti übernahm die Verantwortung beim fälligen Handspenalty und sicherte sich mit seinem goldenen Treffer für den FCS den ersten Vereinssieg im Ländle. Damals noch auf dem Gemeindesportplatz, da das Rheinparkstadion erst 17 Jahre später eröffnet wurde. Vaduz war zwar zurückgebunden, doch der FCS konnte – trotz 1. Liga-Gruppensieg – den Aufstieg doch noch nicht realisieren, dies aufgrund des schlechteren Torverhältnisses im Playoff (0:0/1:1) gegen die SR Delémont.

Wenige, dafür brisante Partien

Die Jahre zogen von dannen und zwischen dem FCS und den Liechtensteinern gab es nicht mehr viele Berührungspunkte. Erst mit Beginn des neuen Jahrtausends schaffte Vaduz den sensationellen Aufstieg in die NLB (später Challenge League), etablierte sich relativ schnell und schnupperte 2008/09 gar für eine Spielzeit in der Super League. Erst in der Saison 2013/14, als der FCS als Aufsteiger die Challenge League rockte und das Kopf-an-Kopf-Rennen gegen die Liechtensteiner knapp verlor. Vaduz ging für drei Saisons wieder ins Oberhaus, die Schaffhauser hingegen zieren seither die zweithöchste Liga. Darum sind die Direktbegegnungen mit 41 Duellen etwas überschaubar. Interessanterweise finden sich darin auch zwei Partien im Schweizer Cup. Sowohl die Erstbegegnung am 16. Oktober 1960 (8:0), wie auch am 20. August 1989 (2:0) gestaltete der FCS siegreich. Die Vaduzer waren nämlich bis zu Beginn der 90er-Jahre noch dem Schweizer Cup angeschlossen.

Bollwerk oder Torfestival

In der aktuellen Spielzeit läuft es den Fürsten nicht gerade so optimal, doch darüber stöhnt ohnehin die halbe Liga. Immerhin sind Tore bei Vaduz-Spielen garantiert: In 9 von 14 Partien fielen jeweils mindestens 4 Goals, auch im Testspiel vor ein paar Tagen holten die Ländle-Kicker gegen den FCZ ein 3:3 heraus. 28:27 Tore in 14 Partien versprechen grosses Potenzial für ein Torfestival vom kommenden Samstag, auch wenn FCS-Coach Murat Yakin seine Spieler in der Defensive – auch zuletzt nach der 0:5-Klatsche bei Leader Lausanne-Sport – zusätzlich sensibilisiert hat. Darum werde es bei Weitem nicht so oft scheppern, als in den vergangenen Partien der Liechtensteiner, wenn es nach Yakin geht. Läuft dieses Unterfangen jedoch nicht nach dem Gusto des FCS-Trainers, können wir am Samstag gut und gerne auch ein halbes Dutzend Tore bestaunen. Sechs Tore bedeuten zugleich auch Torrekord im LIPO Park (6:0/2:4 gg FCRJ / 3:3 gg Vaduz + Wil). Ob am Samstag eine neue Marke erzielt wird?

Damit die Tore trotzdem auf der «richtigen» Seite fallen, ist auch der FCS-Support einmal mehr gefragt. Die Gelb-Schwarzen brauchen einen starken Anhang, der sie pusht und anfeuert. Darum unterstützt den FC Schaffhausen auch an diesem Samstag und sorgt dabei für eine richtige Hexenkesselstimmung. #hoppschaffhuuse #deingelbschwarz


Spielinfos, Spieltag & Anspielzeit

Begegnung: FC Schaffhausen – FC Vaduz
Spieldatum: Samstag, 23. November 2019
Türöffnung Stadion: 18:00 Uhr
Anpfiff: 19:00 Uhr
Schiedsrichter: Luca Cibelli / Christopher Chaillet / Bastien Lengacher / Simon Rosset


Daten & Fakten zum Spiel

Alle wichtigen Zahlen und Statistiken zur nächsten Begegnung finden Sie hier:
https://www.sfl.ch/challengeleague/matchcenter/match/201920/fcs-vad-13721/action/preview/

Bilanz FC Schaffhausen – FC Vaduz
41 Spiele (39 Meisterschaft / 2 Schweizer Cup)
13 Siege FCS (11 MS, 2 Cup)
15 Siege Vaduz (15 MS)
13 Unentschieden (13 MS)
Torverhältnis: 59:55

1. Begegnung: Schweizer Cup, 3. Runde (1/32-Finals)
16.10.1960 FC Schaffhausen – FC Vaduz 8:0
1. Meisterschaftsspiel 1965/66: 
30.08.1965 FC Schaffhausen – FC Vaduz 2:1
22.05.1966 FC Vaduz – FC Schaffhausen 5:3
1. Auswärtssieg: 
28.03.1982 FC Vaduz – FC Schaffhausen 0:1


Abwesenheitsliste FC Schaffhausen:

Amir Saipi: Muss aufgrund seiner Roten Karte in Lausanne eine Partie aussetzen und steht im Auswärtsspiel gegen den FC Wil 1900 wieder zur Verfügung.

Uran Bislimi: Aussenbänder, Syndesmosebänder. Macht weiterhin enorme Fortschritte. Kann sein eigenes Körpergewicht tragen und läuft bereits ohne Stöcke.

Imran Bunjaku: Macht deutliche Fortschritte und ist bereits wieder im Mannschaftstraining integriert. Eine Tendenz für sein Comeback kann allerdings noch nicht gegeben werden.

Elie Dindamba: Hat sich eine Innenbandzerrung im linken Knie zugezogen. Macht derzeit Einzelaufbautraining. Könnte im besten Fall wieder gegen den FC Aarau eingesetzt werden.

Sadik Vitija: Hat seine Oberschenkelzerrung noch nicht ganz ausgestanden und befindet sich weiterhin im Aufbautraining. Sollte im optimalen Fall gegen den FC Wil 1900 wieder zur Verfügung stehen.

Paulinho: Hat in seinem verletzten Knie weiterhin Schwellungswasser, welches nach dem Schlag, den er erhalten hat, nach wie vor noch nicht abklingt. Befindet sich derzeit in therapeutischer Behandlung und kann noch nicht im Mannschaftstraining integriert werden.

Adrian Nikci: Befindet sich weiterhin im Einzel-Aufbautraining nach konservativer Behandlung seiner Kreuzbänder.

Jetmir Krasniqi: Ist nach seiner Achillessehnen-OP weiterhin in Basel in therapeutischer Behandlung.


Wettervorhersage

Sobald sich der Hochnebel verzogen hat, sollte in Schaffhausen besonders am Vormittag die Sonne scheinen. Im Laufe des Nachmittags bilden sich neue Quellwolken, die sich vor allem abends verdichten. Dennoch sollte es trocken bleiben. Hat es tagsüber zwischen 12 und 14 Grad, pendeln sich die Temperaturen während des Spiels zwischen 8 und 10 Grad ein.
https://www.wetteronline.ch/wetter/schaffhausen


Kartenzahlung an Tageskasse möglich – Bankomat ist aufgehoben worden

Beim Heimspiel gegen den FC Vaduz können die Zuschauer*innen neu auch bargeldlos bezahlen. An den beiden Tageskassen 1 und 4 sind sogenannte «sum ups» installiert worden. Damit kann ab sofort mit Karte bezahlt werden. Ebenfalls ein solches Gerät ist nun auch auf der Geschäftsstelle vorhanden. Mitunter ist der Grund für diese Anpassung, dass der Bankomat neben der LIPO-Filiale per Ende Oktober 2019 aufgehoben wurde.


Öffnungszeiten Tageskassen

Neu haben die Tageskassen bis 20 Minuten nach Spielbeginn geöffnet. Danach schliessen alle Zahlstellen, ausser Kasse 4. Diese bleibt bis eine Viertelstunde nach der Halbzeitpause geöffnet.


Parkplatzsituation

Bei den Heimspielen sind die Verkehrskadetten künftig angehalten, unsere Gäste zuerst in die Parkplätze rund um den LIPO Park zu lotsen, ehe die Parkmöglichkeiten bei der GVS und beim Einkaufszentrum «Herblingermarkt» zur Verfügung stehen.

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