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Spielbericht
 
Wieder verloren: FCS jetzt Tabellenletzter

Der FC Schaffhausen verliert in Baulmes gegen Le Mont mit 0:1 und stürzt auf den letzten Tabellenplatz in der Challenge League ab. Schwere Zeiten brechen an.

Luca Tranquilli (am Boden) im verzweifelten Kampf gegen Hélios Sessolo; links Ex-FCSler Betrand Ndzomo. Bild: Natalie Grund

von Daniel F. Koch

Die Wende zum Besseren beim FC Schaffhausen ist ausgeblieben. Erneut musste das Team von Trainer Axel Thoma den Platz, in diesem Fall das Stade Sous Ville in Baulmes im Lausanner Hinterland, als Verlierer verlassen. Zum neunten Mal in Folge konnte der FCS damit nicht in der Liga gewinnen und bekommt die Quittung für seine schlechten Resultate zu sehen. Nach der 13. Meisterschaftsrunde ist der FC Schaffhausen in der zweithöchsten Liga der Schweiz auf den letzten Platz abgestürzt. Wie der Vorletzte Chiasso (minus 8) weist der FCS 10 Punkte auf, aber mit minus 9 die um einen Treffer schlechtere Tordifferenz.

«Wir waren 90 Minuten die bessere Mannschaft. Wir investieren viel, kämpfen unermüdlich und am Ende kann Le Mont jubeln», ärgerte sich FCS-Trainer Axel Thoma über die nächste Niederlage. «Die Spieler schuften, das Konzept hatte gestimmt, und wieder werden wir mit dem Resultat geprügelt. Die Spieler erhalten einfach nicht den Lohn, den sie für ihre Leistung verdienen.» Was fehle, sei einmal ein «dreckiges Tor», ein Glückstreffer bei dem der Ball von einem Gegenspieler oder einem eigenen Spieler einfach mal unkontrolliert ins Tor falle. Ein Phänomen, das man bei Spitzenteams kennt, wo der Ball vom Innenpfosten ins Tor fliegt, bei Mannschaften in der Lage des FC Schaffhausen würde derselbe Schuss wieder ins Feld zurückspringen. Der Blick auf die Statistik zeigt, dass der FCS in Baulmes viel versucht hat und dafür nicht belohnt wurde. Vier Schüsse von Le Mont stehen 10 Schüsse der Gäste gegenüber, der Ballbesitz lag bei 47 (Le Mont) zu 53 Prozent (FCS). Allerdings, und das zählt halt: Ins Tor trafen die Romands einmal, die Ostschweizer keinmal. «Viel Aufwand, wenig Ertrag», so fasst Beobachter Ronny Bien die 92 Minuten vor 420 Zuschauern aus Schaffhauser Sicht zusammen. Kommt noch hinzu, dass sich Mittelspieler Mirko Facchinetti in der 19. Minute schwer verletzt hat. Was zunächst wie ein Beinbruch aussah, entpuppte sich nach ersten Untersuchungen als Bänderverletzung. Facchinetti wird trotzdem mehrere Wochen fehlen. Noch länger wird Stammkeeper Franck Grasseler möglicherweise mit einer Schulterverletzung ausfallen. Bei ihm wird in dieser Woche entschieden, ob operiert werden muss. Diese Hiobsbotschaften passen zur momentanen Lage des Clubs. Die Übernahme der Roten Laterne in der Challenge Leauge ist darum nur die logische Folge der gezeigten Leistungen der letzten Zeit.

Cheftrainer Thoma redet die Situation nicht schön und spricht selber von einer Krise, in der seine Mannschaft stecke. «Das sind die dunklen Seiten im Fussball und gehören dazu. Für die Spieler ist das auch Teil eines Entwicklungsprozesses.» Jetzt gehe es darum, zusammenzustehen und gemeinsam aus der Krise herauszufinden. «Wir müssen akzeptieren, dass es so ist, und hart trainieren, um die Wende zu schaffen». Was sich wie eine Durchhalteparole anhört, wird für die Profis des FC Schaffhausen Programm werden. Denn lange Zeit über seinen Niedergang nachzudenken hat der FCS nicht.

Ein übermächtiger Cupgegner?

Bereits übermorgen tritt der FCS im nächsten Wettbewerb an. Im Achtelfinale des Schweizer Cups kommt der Super-League-Club FC Sion auf die Breite. «Wir müssen gut regenerieren und uns auf diesen neuen Wettbewerb einstellen», sagt Trainer Thoma. Dass die Walliser wie ein D-Zug in der Super League unterwegs sind und am Samstag den FC Lugano mit 5:1 abgefertigt haben, spielt dabei keine Rolle. Auch wenn die Ausgangslage angsteinflössend einseitig und der Super League-Zweite haushoher Favorit ist, träumt man im FCS-Lager von der alten Fussballer-Weisheit «Der Cup hat seine eigenen Gesetze». Nach den Resultaten der letzten drei Monate könnte man den Cupknüller vom Mittwoch den FCS-Verantwortlichen auch mit folgenden Worten erklären: «Du hast keine Chance, also nütze sie.» Die älteren Fussballfans in der Munotstadt werden noch gut wissen, dass der FCS einst eine typische Cupmannschaft war und viele höherklassige Gegner aus dem Wettbewerb geworfen hat. Ob man an diese Tradition wieder anknüpfen und damit gleichzeitig die Krise beenden kann?

 Telegramm

FC Le Mont-sur-Lausanne  - FC Schaffhausen 1:0 (1:0)
Stade Sous-Ville, Baulmes VD – 420 Zuschauer – SR: Zenel Musa
Tor: 33. Cortelezzi 1:0.
Le Mont: Kostadinovic; Carvalho, Tall, Lucas; Krasniqi, Zambrella, Ndzomo, Titie; Mobulu (53. Bengondo), Sessolo (92. Savic); Cortelezzi (83. Feuillassier).
Schaffhausen: Kovacic; Gonçalves, Neitzke, Mevlja, Paulinho; Tranquilli (80. Vilela), Zock, Facchinetti (19. Wellhäuser); Rossi, Demhasaj, Tadic (67. Gül).
Bemerkungen: Le Mont ohne Marque (gesperrt), Marazzi (verletzt), Roux, Epitaux und Khelifi (alle nicht im Aufgebot). Schaffhausen ohne Frontino, Lekaj (beide gesperrt), Grasseler, Fioravanti, Bunjaku, Zuli (alle verletzt), Gautreaux, Seferagic (beide rekonvaleszent) und Zornjak (nicht im Aufgebot). – Vor dem Spiel Trauerminute für den verstorbenen Vater von Patrick Bengondo. 17. Facchinetti mit Verdacht auf Bänderriss ausgeschieden.
Verwarnungen: 30. Sessolo (Foul), 36. Zambrella (Foul), 43. Rossi (Foul), 52. Ndzomo (Foul), 68. Carvalho (Foul), 75. Bengondo (Foul), 85. Kostadinovic (Zeitverzögerung).

 
 
- Telegramm 
 
 
FC Le Mont LS
-
FC Schaffhausen
 
1:0 ( 1:0 )
 
 
Sonntag, 30.10.2016

Baulmes VD / Stade Sous-Ville
420 Zuschauer
 
 
Tore:
33. Cortelezzi 1:0
 
 
Gelbe Karten :
30. Sessolo (Foul), 36. Zambrella (Foul), 43. Rossi (Foul), 52. Ndzomo (Foul), 68. Carvalho (Foul), 75. Bengondo (Foul), 85. Kostadinovic (Zeitverzögerung).
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